D’ä mæ riva

Von meinem Ufer

D’ä mæ riva
Von meinem Ufer
sulu u teu mandillu ciaèu
nur dein helles Tüchlein
d’ä mæ riva
von meinem Ufer;
’nta mæ vitta
in meinem Leben
u teu fatturisu amàu
nur dein bitteres Lächeln
’nta mæ vitta
in meinem Leben;

ti me perdunié u magún
du wirst meine Sehnsucht verzeihen,
ma te pensu cuntru su
aber dein Bild verblasst in der Sonne.
e u so ben t’ammìi u mä
Und ich weiss genau, dass du aufs Meer schaust,
’n pò ciû au largu du dulù
nicht nur von Schmerz erfüllt.

e sun chi affacciòu
a ’stu bàule da mainä
Und ich stehe hier
vor diesem Seemannssack,

e sun chi a miä
und ich bin hier und schaue;
tréi camixe de vellûu
drei Hemden aus Samt,
duì cuverte u mandurlín
zwei Decken, die Mandoline
e ’n cämà de legnu dûu
und ein Tintenfass aus Hartholz

e ’nte ’na beretta neigra
und in einer schwarzen Mütze
a teu fotu da fantinn-a
ein Mädchenfoto von dir,
pe puèi baxâ ancún Zena
damit ich genau noch einmal küssen kann
’nscià teu bucca in naftalin-a.
auf deinem Mund in Naphtalin

Naphtalin wird in Italien zum Einmotten von Kleidungsstücken verwendet.

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