Cirano

Cirano

Venite pure avanti, voi con il naso corto, signori imbellettati, io più non vi sopporto,
infilerò la penna ben dentro al vostro orgoglio perchè con questa spada vi uccido quando voglio.

Kommt ruhig nach vorne, ihr mit der kurzen Nase, Schönlinge, ich ertrage euch nicht mehr,
ich werde die Feder tief in euren Stolz stoßen, weil ich euch mit diesem Schwert töte, wann ich es will.

Venite pure avanti poeti sgangherati, inutili cantanti di giorni sciagurati,
buffoni che campate di versi senza forza avrete soldi e gloria, ma non avete scorza;
godetevi il successo, godete finchè dura, che il pubblico è ammaestrato e non vi fa paura
e andate chissà dove per non pagar le tasse col ghigno e l‘ ignoranza dei primi della classe.
Io sono solo un povero cadetto di Guascogna, però non la sopporto la gente che non sogna.
Gli orpelli? L’arrivismo? All‘ amo non abbocco e al fin della licenza io non perdono e tocco,
io non perdono, non perdono e tocco!

Kommt ruhig nach vorne, klapprige Poeten, nutzlose Sänger aus unglückseligen Tagen, ihr Narren, die von kraftlosen Versen lebt, werdet Geld und Ruhm bekommen, aber ihr habt keine raue Schale;
Genießt den Erfolg, genießt ihn, solange er anhält, denn das Publikum ist dressiert und flößt euch keine Angst ein
Und geht, wer weiß, wohin, nur um keine Steuern zahlen zu müssen mit dem Grinsen und der Ignoranz der Klassenbesten.
Ich bin nur ein armer Kadett aus der Gascogne, aber ich ertrage keine Menschen, die nicht träumen.
Die Blender? Das Strebertum? Ich beiße nicht an und am Ende der Freiheiten verzeihe ich nicht, ich touchiere!

Facciamola finita, venite tutti avanti nuovi protagonisti, politici rampanti,
venite portaborse, ruffiani e mezze calze, feroci conduttori di trasmissioni false
che avete spesso fatto del qualunquismo (1) un arte, coraggio liberisti, buttate giù le carte
tanto ci sarà sempre chi pagherà le spese in questo benedetto, assurdo bel paese.
Non me ne frega niente se anch‘ io sono sbagliato, spiacere è il mio piacere, io amo essere odiato;
coi furbi e i prepotenti da sempre mi balocco e al fin della licenza io non perdono e tocco,
io non perdono, non perdono e tocco!

Beenden wir es, kommt alle nach vorne, ihr neuen Hauptdarsteller, aufstiegsorientierte Politiker, kommt, ihr Taschenträger, Speichellecker, und halbe Strümpfe, wilde Moderatoren von falschen Sendungen,
Die ihr aus dem Qualunquismo eine Kunst gemacht habt, nur Mut, ihr Freihandels Befürworter, lasst die Karten fallen
Denn es wird immer jemanden geben, der die Zeche zahlt in diesem gesegneten, absurden, schönen Land.
Es ist mir scheißegal, wenn auch ich verkehrt bin, es gefällt mir nicht zu gefallen, ich liebe es, gehasst zu werden;
Mit den Schlauen und den Arroganten vergnüge ich mich seit jeher und am Ende der Freiheiten verzeihe ich nicht, ich touchiere!
Ich verzeihe nicht, verzeihe nicht und touchiere!

Ma quando sono solo con questo naso al piede
che almeno di mezz‘ ora da sempre mi precede
si spegne la mia rabbia e ricordo con dolore
che a me è quasi proibito il sogno di un amore;
non so quante ne ho amate, non so quante ne ho avute,
per colpa o per destino le donne le ho perdute
e quando sento il peso d‘ essere sempre solo
mi chiudo in casa e scrivo e scrivendo mi consolo,
ma dentro di me sento che il grande amore esiste,
amo senza peccato, amo, ma sono triste
perchè Rossana è bella, siamo così diversi,
a parlarle non riesco: le parlerò coi versi, le parlerò coi versi…

Doch wenn ich alleine bin mit dieser Nase am Fuß
Die mir mindestens um eine halbe Stunde vorauseilt
Meine Wut erlischt und mit Schmerzen erinnere ich mich
Dass mir fast verboten ist von einer Liebe zu träumen;
Ich weiß nicht, wie viele ich geliebt habe, wie viele ich gehabt habe,
durch Schuld oder durch Schicksal habe ich die Frauen verloren
und wenn ich das Gewicht des Alleinseins spüre
schließe ich mich zuhause ein und schreibe, und beim Schreiben tröste ich mich,
doch in mir drin spüre ich, dass es die große Liebe gibt,
ich liebe ohne Sünde, ich liebe, aber ich bin traurig
weil Roxana schön ist, sind wir so verschieden,
ich kann nicht reden: ich werde mit Versen zu ihr sprechen, ich werde mit Versen zu ihr sprechen…

Venite gente vuota, facciamola finita, voi preti che vendete a tutti un‘ altra vita;
se c’è, come voi dite, un Dio nell‘ infinito, guardatevi nel cuore, l‘ avete già tradito
e voi materialisti, col vostro chiodo fisso, che Dio è morto e l‘ uomo è solo in questo abisso,
le verità cercate per terra, da maiali, tenetevi le ghiande, lasciatemi le ali;
tornate a casa nani, levatevi davanti, per la mia rabbia enorme mi servono giganti.
Ai dogmi e ai pregiudizi da sempre non abbocco e al fin della licenza io non perdono e tocco,
io non perdono, non perdono e tocco!

Kommt, hohle Menschen, beenden wir es, ihr Priester, die jedem eine andere Welt verkauft:
Wenn es, wie ihr sagt, einen Gott in der Unendlichkeit gibt, schaut in eurer Herz, ihr habt ihn schon betrogen
Und ihr Materialisten, mit eurer fixen Idee, dass Gott tot und der Mensch alleine in diesem Abgrund ist,
ihr sucht die Wahrheit auf dem Boden, als Schweine, behaltet die Eicheln, lasst mir die Flügel;
kehrt zurück nach Hause, ihr Zwerge, verschwindet, für meine riesige Wut brauche ich Riesen.
Bei Dogmen und Vorurteilen habe ich noch nie angebissen und am Ende der Freiheiten verzeihe ich nicht und touchiere
Ich verzeihe nicht, verzeihe nicht und touchiere!

Io tocco i miei nemici col naso e con la spada,
ma in questa vita oggi non trovo più la strada.
Non voglio rassegnarmi ad essere cattivo,
tu sola puoi salvarmi, tu sola e te lo scrivo:
dev‘ esserci, lo sento, in terra o in cielo un posto
dove non soffriremo e tutto sarà giusto.
Non ridere, ti prego, di queste mie parole,
io sono solo un‘ ombra e tu, Rossana, il sole,
ma tu, lo so, non ridi, dolcissima signora
ed io non mi nascondo sotto la tua dimora
perchè oramai lo sento, non ho sofferto invano,
se mi ami come sono, per sempre tuo, per sempre tuo, per sempre tuo…Cirano

Ich touchiere meine Feinde mit der Nase und dem Schwert,
aber in diesem Leben finde ich heute nicht mehr den Weg.
Ich will mich nicht damit abfinden böse zu sein,
nur du kannst mich retten, nur du und ich schreibe es dir:
es muss, auf Erden oder im Himmel, einen Platz geben,
an dem wir nicht leiden werden und alles gerecht sein wird.
Ich bitte dich, lach nicht über meine Worte
Ich bin nur ein Schatten und du, Roxana; die Sonne,
aber du, das weiß ich, lachst nicht, süßeste Dame
und ich verstecke mich unter deinem Heim
weil ich es jetzt spüre, ich habe nicht umsonst gelitten,
wenn du mich liebst so wie ich bin, für immer dein, für immer dein, für immer dein… Cirano

(1) Qualunquismo, Apolitische Haltung

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s