Don Chisciotte

Don Quijote

Ho letto millanta storie di cavalieri erranti,
di imprese e di vittorie dei giusti sui prepotenti
per starmene ancora chiuso coi miei libri in questa stanza
come un vigliacco ozioso, sordo ad ogni sofferenza.
Nel mondo oggi più di ieri domina l’ingiustizia,
ma di eroici cavalieri non abbiamo più notizia;
proprio per questo, Sancho, c’è bisogno soprattutto
d’uno slancio generoso, fosse anche un sogno matto:
vammi a prendere la sella, che il mio impegno ardimentoso
l’ho promesso alla mia bella, Dulcinea del Toboso,
e a te Sancho io prometto che guadagnerai un castello,
ma un rifiuto non l’accetto, forza sellami il cavallo !
Tu sarai il mio scudiero, la mia ombra confortante
e con questo cuore puro, col mio scudo e Ronzinante,
colpirò con la mia lancia l’ingiustizia giorno e notte,
com’è vero nella Mancha che mi chiamo Don Chisciotte…

Ich habe tausend Geschichten von umher irrenden Rittern gelesen,
Von Unterfangen und Siegen der Gerechten gegen die Arroganten
um eingeschlossen in meinem Zimmer mit meinen Büchern zu bleiben
Wie ein fauler Feigling, taub gegenüber jedem Leid.
Die Ungerechtigkeit beherrscht die Welt mehr als je zuvor,
doch von heldenhaften Rittern hören wir nichts mehr;
deswegen, Sancho, braucht es vor allem
großmütigen Schwung, auch wenn es ein verrückter Traum ist
hol mir den Sattel, denn dieses kühne Unterfangen
habe ich meiner Schönen versprochen, Dulcinea von Toboso,
und dir, Sancho, verspreche ich ein Schloss als Lohn,
eine Ablehnung akzeptiere ich nicht! Auf! Sattle mein Pferd!
Du wirst mein Knappe sein, mein tröstlicher Schatten
Und mit diesem reinen Herzen, mit meinem Schild und Rosinante,
werde ich Tag und Nacht das Unrecht mit meiner Lanze bekämpfen,
so wahr ich Don Quijote de la Mancha heiße…

[ Sancho Panza ]

Questo folle non sta bene, ha bisogno di un dottore,
contraddirlo non conviene, non è mai di buon umore…
E‘ la più triste figura che sia apparsa sulla Terra,
cavalier senza paura di una solitaria guerra
cominciata per amore di una donna conosciuta
dentro a una locanda a ore dove fa la prostituta,
ma credendo di aver visto una vera principessa,
lui ha voluto ad ogni costo farle quella sua promessa.
E così da giorni abbiamo solo calci nel sedere,
non sappiamo dove siamo, senza pane e senza bere
e questo pazzo scatenato che è il più ingenuo dei bambini
proprio ieri si è stroncato fra le pale dei mulini…
E‘ un testardo, un idealista, troppi sogni ha nel cervello:
io che sono più realista mi accontento di un castello.
Mi farà Governatore e avrò terre in abbondanza,
quant’è vero che anch’io ho un cuore e che mi chiamo Sancho Panza…

(Sancho Panza)

Diesem Irren geht’s nicht gut, er braucht dringend einen Arzt,
ihm zu wiedersprechen lohnt sich nicht, er ist immer schlecht gelaunt…
er ist die traurigste Figur, die je auf dieser Welt erschienen ist
Ritter ohne Furcht in einem einsamen Krieg,
Den er aus Liebe zu einer Frau begonnen hat, die er kennengelernt hat
In einem Stundenhotel, wo sie als Prostituierte gearbeitet hat
Doch im Irrglauben eine echte Prinzessin gesehen zu haben
Wollte er ihr unbedingt dieses Versprechen abgeben.
Und so kassieren wir seit Tagen nur noch Tritte in den Allerwertesten,
wissen nicht wo wir sind, ohne Brot und ohne Wasser
und dieser tobende Irre, schlimmer als das naivste Kind
ist erst gestern an den Windmühlenflügeln zerschellt…
Er ist ein Dickkopf, ein Idealist, zu viele Träume im Hirn:
In bin da mehr Realist und begnüge mich mit einem Schloss.
Er wird mich zum Gouverneur machen und ich werde Ländereien im Überfluss besitzen,
so wahr auch ich ein Herz habe und Sancho Panza heiße…

[ Don Chisciotte ]

Salta in piedi, Sancho, è tardi, non vorrai dormire ancora,
solo i cinici e i codardi non si svegliano all’aurora:
per i primi è indifferenza e disprezzo dei valori
e per gli altri è riluttanza nei confronti dei doveri !
L’ingiustizia non è il solo male che divora il mondo,
anche l’anima dell’uomo ha toccato spesso il fondo,
ma dobbiamo fare presto perché più che il tempo passa
il nemico si fà d’ombra e s’ingarbuglia la matassa…

(Don Quijote)

Spring auf, Sancho, es ist spät, du wirst doch nicht länger schlafen,
nur die Zyniker und die Feiglinge stehen nicht im Morgengrauen auf:
für Erstere ist es Gleichgültigkeit und Verachtung der Werte
und für die Anderen ist es Widerwille gegenüber den Pflichten!
Ungerechtigkeit ist nicht das einzige Übel, das die Welt auffrisst,
auch die Seele des Menschen hat schon oft den Grund berührt,
aber wir müssen uns beeilen, denn mit dem Verrinnen der Zeit
wird der Feind immer mehr zu Schatten und die Sache verkompliziert sich…

[ Sancho Panza ]

A proposito di questo farsi d’ombra delle cose,
l’altro giorno quando ha visto quelle pecore indifese
le ha attaccate come fossero un esercito di Mori,
ma che alla fine ci mordessero oltre i cani anche i pastori
era chiaro come il giorno, non è vero, mio Signore ?
Io sarò un codardo e dormo, ma non sono un traditore,
credo solo in quel che vedo e la realtà per me rimane
il solo metro che possiedo, com’è vero… che ora ho fame !

(Sancho Panza)

Was das Schattenwerden der Dinge anbetrifft:
Als er neulich diese unschuldigen Schafe gesehen hat
Hat er sie angegriffen, als wären sie ein Maurisches Heer,
doch dass am Ende uns nicht nur die Hunde, sondern auch die Schäfer gebissen haben
war doch klar wie der Tag, nicht wahr, mein Herr?
Ich bin vielleicht ein Feigling, der gerne schläft, aber ich bin kein Verräter
Ich glaube nur an das, was ich sehe und die Realität bleibt für mich
Der einziger Maßstab, den ich besitzer so war ich jetzt Hunger habe!

[ Don Chisciotte ]

Sancho ascoltami, ti prego, sono stato anch’io un realista,
ma ormai oggi me ne frego e, anche se ho una buona vista,
l’apparenza delle cose come vedi non m’inganna,
preferisco le sorprese di quest’anima tiranna
che trasforma coi suoi trucchi la realtà che hai lì davanti,
ma ti apre nuovi occhi e ti accende i sentimenti.
Prima d’oggi mi annoiavo e volevo anche morire,
ma ora sono un uomo nuovo che non teme di soffrire…

(Don Quijote)

Sancho, ich bitte dich, hör mir zu, auch ich war mal Realist,
aber jetzt ist mir das egal und, wenn ich auch noch sehr gut sehe,
der Schein der Dinge, wie ihn du siehst, trügt mich nicht,
ich bevorzuge die Überraschungen dieser tyrannischen Seele,
die zwar mit ihren Tricks die Realität, die du vor dir hast, verändert
die dir aber neue Augen öffnet und deine Gefühle entflammen lässt.
Bis heute habe ich mich gelangweilt, wollte sogar sterben,
doch jetzt bin ich ein neuer Mensch, der es nicht scheut zu leiden…

[ Sancho Panza ]

Mio Signore, io purtoppo sono un povero ignorante
e del suo discorso astratto ci ho capito poco o niente,
ma anche ammesso che il coraggio mi cancelli la pigrizia,
riusciremo noi da soli a riportare la giustizia ?
In un mondo dove il male è di casa e ha vinto sempre,
dove regna il „capitale“, oggi più spietatamente,
riuscirà con questo brocco e questo inutile scudiero
al „potere“ dare scacco e salvare il mondo intero ?

(Sancho Panza)

Mein Herr, ich bin leider ein armer Ignorant
Und verstehe wenig bis nichts von Ihrer abstrakten Rede
Aber auch angenommen, dass der Mut über meine Trägheit obsiegt
Können wir zwei denn die Gerechtigkeit zurückbringen?
In einer Welt, in der das Böse zuhause ist und immer gesiegt hat,
wo das Kapital regiert, heute erbarmungsloser denn je,
wird diese Niete und dieser nutzlose Knappe
der Macht Schach bieten können und die ganze Welt retten?

[ Don Chisciotte ]

Mi vuoi dire, caro Sancho, che dovrei tirarmi indietro
perchè il „male“ ed il „potere“ hanno un aspetto così tetro ?
Dovrei anche rinunciare ad un po‘ di dignità,
farmi umile e accettare che sia questa la realtà ?

(Don Quijote)

Lieber Sancho, willst du mir sagen, ich sollte mich zurückziehen?
Weil das „Böse“ und die „Macht“ so ein düsteres Antlitz haben?
Sollte ich auch auf das bisschen Würde verzichten,
mich demütig machen und diese Realität akzeptieren?

[ Insieme ]

Il „potere“ è l’immondizia della storia degli umani
e, anche se siamo soltanto due romantici rottami,
sputeremo il cuore in faccia all’ingiustizia giorno e notte:
siamo i „Grandi della Mancha“,
Sancho Panza… e Don Chisciotte !

(zusammen)

Die Macht ist der Müll der Geschichte der Menschen
Und sind wir auch nur zwei romantische Wracks
Werden wir Tag und Nacht das Herz in das Gesicht der Ungerechtigkeit spucken:
Wir sind „die Großen aus der Mancha“
Sancho Panza und Don Quijote

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