Il Caduto

Der Gefallene

Io, nato Primo di nome e di cinque fratelli,
uomo di bosco e di fiume, lavoro e di povertà,
ma uomo sereno di dentro, come i pesci e gli uccelli
che con me dividevano il cielo, l‘ acqua e la libertà…

Ich, mit Name Primus, geboren als erster von fünf Geschwistern,
ein Mensch des Waldes und des Flusses, der Arbeit und der Armut
aber ein innerlich heiterer Mensch, so wie die Fische und die Vögel
mit denen ich den Himmel, das Wasser und die Freiheit teilte…

Perchè sono in prigione per sempre, qui in questa pianura
dove orizzonte rincorre da sempre un uguale orizzonte,
dove un vento incessante mi soffia continua paura,
dove è impossibile scorgere il profilo d‘ un monte ?

Warum bin ich für immer gefangen, hier in dieser Ebene
Wo der Horizont, seit jeher einen gleichen Horizont verfolgt,
wo ein unaufhörlicher Wind mir ständig Angst entgegen bläst,
wo es unmöglich ist das Profil eines Berges zu sehen?

E se d‘ inverno mi copre la neve gelata
non è quella solita in cui affondava il mio passo
forte e sicuro, braccando la lieve pestata
che lascia la volpe, o l‘ impronta più greve del tasso…

und wenn mich im Winter der gefrorene Schnee bedeckt
ist es nicht derselbe, in dem früher mein Schritt versank
stark und sicher, auf der Verfolgung der sanften Spuren,
die der Fuchs hinterlässt, oder der tieferen Spur des Dachses…

Ho cancellato il ricordo e perchè son caduto,
rammento stagioni in cui dietro ad un sole non chiaro
veniva improvviso quel freddo totale, assoluto
e infine lamenti, poi grida e bestemmie e uno sparo…

Ich habe die Erinnerung ausgelöscht und weil ich gefallen bin
Erinnere ich mich an Jahreszeiten, in denen hinter einer trüben Sonne
Plötzlich diese totale, absolute Kälte kam
Und zuletzt Gejammer, dann Schreie und Flüche und ein Schuss…

Guarda la guerra che beffa, che scherzo puerile,
io che non mi ero mai spinto in un lungo cammino
ho visto quel poco di mondo da dietro a un fucile,
ho visto altra gente soltanto da dietro a un mirino…

Schau, der Krieg, was für ein Hohn, was für ein kindischer Scherz
Ich, der ich mich nie zu einem langen Fußweg aufgemacht habe
Habe dieses kleine Stück Welt hinter einem Gewehr gesehen
Habe andere Menschen nur hinter einem Visier gesehen…

E siamo in tanti coperti da neve gelata,
non c’è più razza o divisa, ma solo l‘ inverno
e quest‘ estate bastarda dal vento spazzata
e solo noi, solo noi che siam morti in eterno…

Und wir sind viele, bedeckt vom gefrorenen Schnee
Es gibt keine Rassen mehr oder Uniformen, nur noch Winter
Und dieser verfluchte Sommer vom Wind verweht
Und nur wir, nur wir, die für alle Ewigkeit gestorben sind…

Io che guardavo la vita con calmo coraggio,
cosa darei per guardare gli odori della mia montagna,
vedere le foglie del cerro, gli intrichi del faggio,
scoprire di nuovo dal riccio il miracolo della castagna…

Ich, der das Leben mit sanftem Mut gesehen habe,
was würde ich dafür geben um die Düfte meines Berges wahrnehmen zu können,
die Blätter der Eiche zu sehen, das Wirrwarr der Buchen,
das Wunder neu zu entdecken, wie die Kastanie ihrer Hülle entwächst…

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