L’Ultima Thule

Io che ho doppiato tre volte Capo Horn
e ho navigato sette volte i sette mari
e ho visto mostri ed animali rari,
l’anfesibena, le sirene, l’unicorno.
Io che tornavo fiero ad ogni porto
dopo una lotta, dopo un arrembaggio,
non son più quello e non ho più il coraggio
di veleggiare su un vascello morto.

Dreimal habe ich Kap Horn umsegelt
und sieben mal die sieben Meere befahren
habe Monster und seltene Tiere gesehen
die Amphisbaene, die Sirenen, das Einhorn.
Ich, der voller Stolz an jeden Hafen zurückkehrte
nach einem Kampf, nach einer Enterung
bin nun nicht mehr der, der ich mal war, habe nicht mehr den Mut
auf einem Toten Schiff zu segeln.

Dov’è la ciurma che mi accompagnava
e assecondava ogni ribalderia?
Dov’è la forza che ci circondava?
Ora si è spenta ormai, sparita via.

Wo ist die Mannschaft geblieben die mich begleitete
und jede Schurkerei unterstützte?
Wo ist die Kraft geblieben die uns umgab?
Sie ist nunmehr erloschen, einfach verschwunden.

Guardo le vele pendere afflosciate
con i cordami a penzolar nel vuoto,
che sbatton lenti contro le murate
con un moto continuo, senza scopo.

Ich schaue auf die erschlafften Segel
mit den Tauen die ins Leere hängen
und langsam gegen die Bordwand schlagen
im gleichmäßigen, nutzlosen Rhythmus

E vedo in aria un’insensata danza
di strani uccelli contro il cielo bigio
cantare un canto in questo mondo grigio,
un canto sordo ormai, senza speranza.
E qui da solo penso al mio passato,
vado a ritroso e frugo la mia vita,
una saga smarrita ed infinita
di quel che ho fatto, di quello che è stato.

Und ich sehe in der Luft den sinnlosen Tanz
merkwürdige Vögel gegen den aschgrauen Himmel
sie singen ihren Gesang in diese graue Welt
ein taubes, ein  nunmehr hoffnungsloser Gesang.
Und hier, alleine, denke ich an meine Vergangenheit
ich gehe zurück, stöbere durch mein Leben
eine verlorene, unendliche Sage.

Le verità non vere in cui credevo
scoppiavano spargendosi d’intorno,
ma altre ne avevo e giorno dopo giorno
se morivo più forte rinascevo.
E ora son solo e non ho più il conforto
di amici andati e sempre più mi assale
la noia a vuotar l’ultimo boccale
come un pensiero che mi si è ritorto.

Die Unwahrheiten an die ich geglaubt habe
zerplatzten und verbreiteten sich rundherum
doch ich hatte immer wieder neue und nach jedem Tod
den ich starb, wurde ich stärker wiedergeboren.
Und nun bin ich alleine, mir fehlt der Trost
von Freunden, die gegangen sind und
es beschleicht mich der Überdruss, den letzten Krug zu leeren
wie ein Gedanke der sich gegen mich wendet.

Ma ancora farò vela e partirò
io da solo, e anche se sfinito,
la prua indirizzo verso l’infinito
che prima o poi, lo so, raggiungerò.

Doch ich werde nochmals die Segel setzen
ich alleine, auch wenn ich schon erschöpft bin
den Bug in Richtung Unendlichkeit
die ich früher oder später, ich weiß es, erreichen werde.

L’Ultima Thule attende al Nord estremo,
regno di ghiaccio eterno, senza vita,
e lassù questa mia sarà finita
nel freddo dove tutti finiremo.

Ultima Thule wartet im hohen Norden
im Reich aus Eis, ohne Leben,
und dort oben wird meines zu Ende sein
in der Kälte, in der wir alle enden werden.

L’Ultima Thule attende e dentro il fiordo
si spegnerà per sempre ogni passione,
si perderà in un’ultima canzone
di me e della mia nave anche il ricordo.

Ultima Thule wartet, und im Fjord
wird jede Leidenschaft für immer erlöschen
und es  wird sich in einem allerletzten Lied
die Erinnerung an mich und an mein Schiff verlieren.

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